Dysgnathien

Dysgnathien

Viele Patienten leiden an unharmonisch wirkenden Gesichtsproportionen oder ihr Biss stimmt nicht – dann kann die Ursache häufig eine Kieferfehlstellung sein. Die Kiefer sind dann unterschiedlich stark entwickelt, asymmetrisch, das Kinn erscheint zu lang oder zu kurz, zu weit hinten oder vorn liegend, die Zähne schließen nicht korrekt.

Liegt eine Kieferfehlstellung vor, können Kauen, Schlucken, Sprechen, die Atmung – insbesondere durch die Nase – eingeschränkt sein. Zusätzlich können in manchen Fällen die Lippen die Zähne nur mit Anspannung vollständig bedecken. Wenn die Zähne nicht richtig schließen, „presst“ der Körper unwillkürlich gegen diese falschen Kontakte – häufig sind komplexe Verspannungen und Schmerzen der Kopf- und Nackenmuskeln bis hin zu Fehlhaltungen der Wirbelsäule die Folge. Kieferfehlstellungen können angeboren oder im Laufe des Lebens erworben sein. Wird nicht behandelt, treten in hohem Masse Fehlbelastungen der Zähne wie starker Kronenabschliff, erhöhte Kariesanfälligkeit, Zahnlockerungen und Rückgang des Zahnfleisches bis hin zu Kiefergelenkserkrankungen auf.

Im Detail

Verbesserungen realisierbar

Über einen Zeitraum von 2 bis 4 Jahren erfolgt die Ausformung der Zahnbögen durch den behandelnden Kieferorthopäden, eine Operation (Umstellungsosteotomie) und darauffolgend die abschließende, harmonisierende Behandlung durch den Kieferorthopäden. Die chirurgische Korrektur von Kieferfehlstellungen oder anders ausgedrückt, die kieferorthopädische Chirurgie kann in vielen Fällen maßgeblich zur Verbesserung des Krankheitsbildes eingesetzt werden.

Erfolgreich planbar

Die Kieferumstellungen werden anhand von Gipsmodellen simuliert und genau geplant, in besonderen Fällen ist eine computerunterstützte Simulation sinnvoll. In manchen Fällen reicht es aus, nur einen Kiefer zu bewegen, häufiger werden hinsichtlich individuell verbesserter Funktion und Ästhetik beide Kiefer umgestellt. In Fällen komplizierterer Kieferfehlstellungen kann auch eine frühe Knochenverlängerung oder Verbreiterung notwendig werden (Distraktion, chirurgische GNE), außerdem kann es vorkommen, dass Kiefer in mehreren Segmenten umgestellt werden müssen.